Aktuelle Leitlinie zur Behandlung von Angststörungen

Die aktuelle wissenschaftliche S3-Leitlinie zur Behandlung von Angststörungen (Gültigkeit bis 2019) spricht der Verhaltenstherapie den höchsten Empfehlungsgrad aus: Evidenzgrad Ia. Das bedeutet, dass Verhaltenstherapie hochwirksam ist in der Behandlung von Phobien, Panikattacken und generalisierten Angststörungen. Randomisierte, kontrollierte Studien und systematische Metaanalysen bestätigen dies eindeutig.

Psychodynamische Verfahren (tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Psychoanalyse) erhalten nur Evidenzgrad IIa. Laut aktueller Leitlinie soll psychodynamische Psychotherapie im Fall von Angststörungen nur angeboten werden, „wenn sich eine Verhaltenstherapie nicht als wirksam erwiesen hat, nicht verfügbar ist oder wenn eine diesbezügliche Präferenz des informierten Patienten besteht“.

Ebenso wirksam wie Verhaltenstherapie sind laut aktueller S3-Leitline bestimmte Medikamente. Dazu zählen selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) und ein selektiver Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI).

Quelle: Arbeitsgemeinschaft für wissenschaftliche arbeitende medizinische Fachgesellschaften (AWMF)
Mehr erfahren:

Für Patienten: Patientenleitlinie Angststörungen [Download: 0,40 Mb]

Für Behandler: Leitlinie Angststörungen (Kurzfassung) [Download: 0,41 Mb]